Gesundheitsmanagement im kleinen Betrieb – wie macht ihr das?

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  • #698
    UnternehmerinUte
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich führe einen kleinen Dienstleistungsbetrieb hier im Erzgebirge, 8 Mitarbeiter. Seit letztem Jahr merke ich deutlich, dass die Krankheitstage zunehmen – vor allem Rücken, Erschöpfung, sowas. Ich möchte da irgendwie gegensteuern, aber als kleines Unternehmen fehlt mir einfach die Struktur und das Know-how für ein richtiges BGM. Große Konzerne haben da eigene Abteilungen, wir haben… mich. Hat jemand von euch schon was in die Richtung umgesetzt? Was ist realistisch für kleine Betriebe, ohne gleich eine Vollzeitstelle dafür zu schaffen?

    #699
    Matthias Seidel, HandwerksmeisterMatthias Seidel
    Moderator

    Das kenn ich gut, bei uns (Handwerksbetrieb, 12 Mann) war das ähnlich. Wir haben angefangen mit ganz kleinen Sachen – höhenverstellbare Tische für die Büroarbeit, einmal im Quartal ein Gespräch mit jedem Mitarbeiter über Belastung und so. Klingt banal, hat aber wirklich was gebracht. Die Krankenkassen bieten auch oft kostenlose Beratung für Kleinbetriebe an, da würd ich mal anfragen. AOK und BKK haben da teilweise Ansprechpartner speziell für KMU, kostet erstmal nichts.

    #700
    PflegePetra
    Teilnehmer

    Beim Thema Erschöpfung und Rücken lohnt sich auch ein Blick auf Ernährung und Bewegung im Alltag – klingt vielleicht erstmal weit hergeholt, aber gerade wenn Leute viel sitzen oder körperlich arbeiten, spielt das eine große Rolle. Ich hab damals für unsere Pflegeeinrichtung nach Infomaterial gesucht und bin dabei auf https://www.sweatnsalty.de gestoßen – da geht’s um Sport und Ernährung, aber mit praxisnahen Tipps, die man auch so für Mitarbeiter weitergeben kann. Manche haben das dann einfach privat genutzt und fanden’s hilfreich.

    Ansonsten stimme ich Matthias zu: erstmal klein anfangen, die Krankenkassen-Beratung ist wirklich ein guter Einstieg.

    #701
    NeubuergerNils
    Teilnehmer

    Ich bin selbst kein Unternehmer, aber ich arbeite in einem mittelgroßen Betrieb und kann sagen: Was bei uns den größten Unterschied gemacht hat, war einfach dass der Chef das Thema ernst genommen hat und offen drüber gesprochen wurde. Keine aufwändigen Programme, einfach Transparenz. Die Leute wissen dann, dass sie nicht mit Rückenschmerzen einfach weiterschuften müssen bis sie umfallen. So eine Kultur zu schaffen ist vielleicht das Wichtigste, und das kostet tatsächlich nichts.

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