Aufenthaltserlaubnis für Mitarbeiter aus Drittstaaten – wer hilft?

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  • #786
    UnternehmerinUte
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich betreibe hier im Erzgebirgskreis einen mittelständischen Betrieb und hab seit längerem das Problem, dass ich kaum noch geeignete Fachkräfte finde. Jetzt habe ich zwei wirklich gute Kandidaten aus der Ukraine und aus Serbien – beide qualifiziert, beide motiviert. Aber beim Thema Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis steh ich komplett auf dem Schlauch. Die Ausländerbehörde gibt zwar Auskunft, aber den ganzen Ablauf versteh ich trotzdem nicht wirklich. Gibt es hier jemanden, der sowas schon durchgezogen hat oder weiß, an wen man sich am besten wenden kann?

    #787
    Matthias Seidel, HandwerksmeisterMatthias Seidel
    Moderator

    Das kenn ich, wir hatten vor zwei Jahren auch zwei Mitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern eingestellt. Die Ausländerbehörde ist der erste Anlaufpunkt, klar, aber die können dir wirklich nur sagen was gebraucht wird – nicht wie man es am besten organisiert. Was bei uns gut geholfen hat: die IHK Chemnitz hat eine Beratungsstelle speziell für Fachkräfteeinwanderung, die haben uns zumindest den groben Rahmen erklärt. Für die Serbien-Frage gilt seit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz übrigens ein etwas vereinfachtes Verfahren, lohnt sich das nochmal genau nachzulesen.

    #788
    HandwerkHeiko
    Teilnehmer

    Ich hab das vor ca. einem Jahr für einen Gesellen aus Bosnien durchgemacht und kann sagen: ohne externe Unterstützung ist das echt mühsam. Die Papiermenge und die verschiedenen Stellen, die alle irgendwie mitspielen müssen (Botschaft, Ausländerbehörde, Agentur für Arbeit…) – da verliert man schnell den Überblick.

    Ich bin damals über eine Beratungsseite gestolpert, die den Ablauf wirklich verständlich erklärt hat: Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis Deutschland für Nicht-EU-Bürger – Ablauf. Hat mir geholfen, erstmal zu verstehen in welcher Reihenfolge was passieren muss, bevor ich dann mit konkreten Fragen zur Behörde gegangen bin. Vielleicht hilft dir das als Einstieg.

    #789
    NeubuergerNils
    Teilnehmer

    Ich bin selbst als Nicht-EU-Bürger hierher gezogen, allerdings über meinen Arbeitgeber damals, der das alles für mich organisiert hatte. Was ich sagen kann: die Botschaft im Herkunftsland ist oft der Flaschenhals – Termine können Monate dauern. Am besten frühzeitig kümmern und parallel schon alle Unterlagen zusammensammeln. Wenn deine Kandidaten ihre Qualifikationen hier anerkennen lassen müssen, kommt noch das Anerkennungsverfahren dazu, das dauert ebenfalls. Also lieber drei Monate einplanen als sechs Wochen.

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