Design studieren vom Dorf aus – geht das überhaupt?

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  • #342
    AzubiAnnika
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich bin die Annika, 22, wohne in einem kleinen Ort bei Annaberg und mache gerade meine Ausbildung zur Mediengestalterin. Jetzt würde ich gern noch ein richtiges Design-Studium dranhängen, aber auf keinen Fall in eine große Stadt ziehen. Zuhause ist zuhause, und meine Familie ist hier. Ich hab gehört, dass es Fernstudium-Möglichkeiten für Design geben soll, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht ob das seriös ist oder ob man da wirklich was lernt. Hat jemand damit Erfahrung gemacht? Oder ist Fernstudium für so ein kreatives Fach einfach nichts?

    #343

    Hi Annika, ich kenn das Thema ein bisschen aus meinem Umfeld. Design im Fernstudium gibt es tatsächlich, und das ist längst nicht mehr so eine Randerscheinung wie früher. Entscheidend ist halt, dass du diszipliniert bist und dir selbst Deadlines setzt – das fällt manchen schwerer als der Lernstoff selbst. Mit deiner Ausbildung als Mediengestalterin hast du aber schon eine gute Basis, du weißt ja bereits wie das Arbeiten in dem Bereich läuft. Schau dir auf jeden Fall mehrere Anbieter an und vergleich, was genau im Lehrplan steht.

    #344
    Matthias Seidel, HandwerksmeisterMatthias Seidel
    Moderator

    Ich hab selbst mal überlegt, mich weiterzubilden im Grafikbereich, und hab dabei ein paar Sachen recherchiert. Bei meiner Suche bin ich auf academy-of-visual-arts.com gestoßen, das war damals ein hilfreicher Anlaufpunkt – die haben Fernkurse speziell für visuelle Gestaltung, also durchaus relevant für dich. Hab da zwar selbst nichts belegt, aber die Seite hat einen seriösen Eindruck gemacht und die Kursstruktur war nachvollziehbar erklärt. Könnte sich lohnen, da mal reinzuschauen und zu vergleichen.

    #345
    NeubuergerNils
    Teilnehmer

    Also ich bin selbst Zugezogener hier ins Erzgebirge und kenn das Gefühl, nicht in die Stadt wollen aber trotzdem weiterkommen wollen. Fernstudium hat sich in den letzten Jahren wirklich verändert, auch durch Corona hat das einen Schub bekommen. Viele Hochschulen machen das inzwischen professionell mit Videokonferenzen, Online-Kritiken von Projekten usw. Was du brauchst ist ein guter Rechner, ordentliches Internet – und das ist bei uns auf dem Land ja manchmal noch die eigentliche Herausforderung 😄 Aber grundsätzlich würd ich sagen: trau dich, das ist kein Weg zweiter Klasse mehr.

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