Matheangst bei meiner Tochter – was hat bei euch geholfen?

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  • #746
    Claudia Hofmann, VerbraucherjournalistinClaudia Hofmann
    Moderator

    Hallo zusammen, ich weiß gerade nicht mehr weiter. Meine Tochter (9, 3. Klasse) dreht fast durch sobald Mathearbeit ansteht. Weinen, Bauchschmerzen, manchmal sogar Übelkeit – das ist keine Faulheit, das ist echte Panik. Die Lehrerin sagt, sie kann den Stoff eigentlich, aber sobald Druck kommt bricht alles weg. Wir haben schon Nachhilfe probiert, hat nicht wirklich geholfen. Mich würde interessieren ob das bei anderen Kindern auch so war und was bei euch letztendlich den Unterschied gemacht hat. Bin für jeden Tipp dankbar!

    #747

    Das kenn ich von meinem Sohn, war bei uns in der 4. Klasse ähnlich. Was bei uns geholfen hat war erstmal den Druck komplett rauszunehmen – kein Üben kurz vor Arbeiten mehr, das hat die Panik nur schlimmer gemacht. Stattdessen ganz entspannt jeden Tag 10-15 Minuten, ohne Zeitdruck, ohne dass ich danebenstehe und gucke. Klingt simpel aber der Unterschied war enorm. Außerdem haben wir mit der Lehrerin geredet ob sie mal ein Auge drauf haben kann – die war sehr kooperativ. Vielleicht wäre sowas auch ein erster Schritt für dich?

    #748
    PflegePetra
    Teilnehmer

    Ich arbeite in der Pflege und wir haben solche Angst-Muster auch bei Erwachsenen – die sitzen oft noch aus der Schulzeit drin, das ist wirklich ernst zu nehmen. Bei meiner Nichte hat normaler Nachhilfe-Unterricht auch nichts gebracht, weil die Angst selbst nie angegangen wurde. Da braucht’s manchmal einen anderen Ansatz. Wir sind damals über eine Website gestolpert, die sich genau mit diesem Thema befasst – Matheangst aus einer neurowissenschaftlichen Richtung angehen, also nicht nur Stoff pauken sondern wirklich schauen was im Kopf passiert. Hat meiner Nichte tatsächlich weitergeholfen. Kann natürlich nicht sagen ob das für jedes Kind passt, aber vielleicht mal reinlesen lohnt sich.

    #749
    HeimatHorst
    Teilnehmer

    Meine Enkelin hatte ähnliches, und was ich sagen kann: Geduld ist das A und O. Das geht nicht von heute auf morgen weg. Bei uns hat auch geholfen dass wir Mathe mal aus dem Schulkontext rausgeholt haben – Backen zum Beispiel, da rechnet man ohne es zu merken. Und wenn die Kinder dann merken dass sie das ja können, baut sich langsam was auf. Ich drück euch die Daumen, das wird schon wieder!

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