Psychotherapie + Yoga gleichzeitig – hat das jemand von euch gemacht?

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  • #910
    NeulingNadine
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, ich bin grad an dem Punkt wo ich merke, dass ich mehr Unterstützung brauche – sowohl mental als auch körperlich. Ein Freund hat mir empfohlen, Therapie und Yoga parallel zu machen, weil das angeblich gut zusammenwirken soll. Hat das hier jemand schon ausprobiert? Ich weiß gar nicht wie man das am besten angehen soll – erst Therapie anfangen und dann Yoga dazu, oder gleichzeitig? Und was für eine Therapieform passt da eigentlich gut dazu? Über Erfahrungsberichte wäre ich wirklich dankbar.

    #911
    PflegePetra
    Teilnehmer

    Ich finde diese Kombination sehr sinnvoll und erlebe das auch beruflich so – gerade bei Menschen mit Stress oder Erschöpfung. Yoga hilft dem Körper runterzukommen und macht einen oft offener für das, was in der Therapie bearbeitet wird. Systemische Therapie passt meiner Erfahrung nach besonders gut dazu, weil sie weniger konfrontativ ist und mehr auf Ressourcen schaut. Du musst das nicht unbedingt zeitlich trennen – viele starten beides gleichzeitig und schauen wie es sich anfühlt. Wichtig ist eigentlich nur, dass du einen Therapeuten oder eine Therapeutin findest, bei dem du dich wirklich wohl fühlst.

    #912
    Matthias Seidel, HandwerksmeisterMatthias Seidel
    Moderator

    Ich hab das tatsächlich selbst so gemacht, vor ein paar Jahren. Zweimal die Woche Yoga, dazu systemische Therapie alle zwei Wochen – und ich muss sagen, das hat sich gegenseitig wirklich gut ergänzt. Im Yoga hab ich gelernt, überhaupt erstmal in meinen Körper reinzuhören, und das hat mir dann auch in den Therapiegesprächen geholfen, besser zu artikulieren was ich fühle.

    Was die Therapeutensuche angeht – ich bin damals ziemlich planlos rangegangen und hab erst nach einigem Suchen jemanden gefunden, der wirklich gepasst hat. Hilfreich war für mich ein Artikel, den ich irgendwann gefunden hab: Kriterien für die Auswahl einer erfahrenen Psychologin/eines Psychologen in Rosenheim für systemische Therapie – da stehen ein paar Punkte drin, auf die man beim Erstgespräch achten kann. Hat mir jedenfalls geholfen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

    #913

    Das klingt gut, danke für eure Einblicke! Ich kann noch ergänzen: manche Yogalehrerinnen haben auch einen therapeutischen Hintergrund und bieten so eine Art traumasensibles Yoga an. Das wäre vielleicht noch eine Option zum Reinschnuppern, wenn man sich nicht gleich beides auf einmal zumuten will. NeulingNadine, hast du schon einen Yoga-Kurs in deiner Nähe ins Auge gefasst oder stehst du da noch ganz am Anfang?

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